Klärschlamm

Aktuelles

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen zum Thema Klärschlamm in Norddeutschland. Neben gesetzlichen Grundlagen veröffentlichen wir auch aktuelle Berichte aus der Tagespresse.

Umfrage "Entsorgungsnotstand!?"

Im Herbst 2017 haben die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen bereits zu einer deutlichen Flächenverknappung für die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung geführt. Immer mehr Hilferufe zur Fragestellung „Wie und wo kann ich meinen Klärschlamm entsorgen?“ erreichten uns. Viele Kläranlagenbetreiber haben ihre Lagermöglichkeiten ausgeschöpft. Dienstleister nehmen keinen oder nur eingeschränkt Klärschlamm ab. Dies betrifft alle Entsorgungswege - sowohl die landwirtschaftliche Verwertung als auch die thermische Behandlung. Um einen Überblick zu erhalten, wie die Situation aktuell in Norddeutschland aussieht wurde kurzfristig im Rahmen des Norddeutschen Netzwerkes Klärschlamm eine Umfrage initiiert. Der Rücklauf an Fragebögen war erfreulich hoch, so dass das Ergebnis mehr als 50 % der Klärschlammmenge insgesamt repräsentiert. Die Umfrage zeigt, dass bereits jetzt mehr als 20.000 t TR nicht mehr entsorgt werden konnten. Im Laufe des Jahres 2018 laufen bei der Mehrzahl der Betreiber die vorhandenen Verträge aus, so dass auch hier nicht von Entsorgungssicherheit gesprochen werden kann.

Regelung zur Verwendung synthetischer Polymere ab dem 01.01.2017

Regelung für Schleswig Holstein

Das MELUR hat uns folgende Aussage zukommen lassen: Zwar wird es in Schleswig-Holstein keinen gesonderten Erlass geben, doch wird die Regelung entsprechend wie in Niedersachsen bzw. in Mecklenburg-Vorpommern in der Praxis vollzogen.

Klärschlammverwertung: Einsatz synthetischer Polymere bleibt weiterhin möglich

Synthetische Polymere

Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm

Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm gegründet!

Unter den veränderten Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung sind die Betreiber von Kläranlagen gefordert für Entsorgungssicherheit zu sorgen. Sie stehen deshalb in der Pflicht, sich über zukünftige Entsorgungskonzepte Gedanken zu machen und auch alternative Entsorgungswege in Betracht zu ziehen. Um die Kläranlagenbetreiber hierbei zu unterstützen, hat der DWA Landesverband Nord bereits einen ersten Schritt unternommen und am 19. September 2013 das „Netzwerk Klärschlamm„ für den Bereich Nord-West Niedersachsen gegründet. Ziel ist es die Beteiligten zusammenzuführen, einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen sowie in verschiedenen Arbeitsgruppen Strategien, Konzepte, Perspektiven und gemeinsame Lösungswege für die zukünftige Klärschlammentsorgung zu entwickeln und diese Ergebnisse für alle Beteiligen zugänglich zu machen. Etwa 75 Teilnehmer wurden in Achim umfassend informiert. Es hat sich dabei herausgestellt, dass ein dringender Bedarf für das Netzwerk gesehen wird und dass eine Vielzahl von Betreibern auch aktiv mitwirken möchte.

Foto: Duncan; kreiszeitung.de