Klärschlamm

Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm

Die Situation in Schleswig-Holstein und Niedersachsen

Die beiden norddeutschen Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind im Vergleich zum Bundesdurchschnitt deutlich stärker von der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung geprägt. Eine Umfrage bei den Netzwerkteilnehmern zeigt für das Jahr 2015 eine landwirtschaftliche Verwertungsquote von ca. 80 Prozent. Die weitere Auswertung der Daten zeigt, dass ca. 64 Prozent der Umfrageteilnehmer ausschließlich die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung und weitere 30 Prozent eine Kombination von Verwertungswegen nutzen. Nur sechs Prozent verfügten 2015 über eine von der Landwirtschaft unabhängige Klärschlammverwertung.

Daher betreffen die Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich Düngung und Klärschlamm die Kläranlagenbetreiber in diesen Regionen besonders stark. Eine wie bisher gekannte langfristige Entsorgungssicherheit für Klärschlamm existiert nicht mehr. Im Herbst 2017 haben die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen bereits zu einer deutlichen Flächenverknappung für die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung geführt.