Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm

Perspektiven der Klärschlammentsorgung

Fachlicher Hintergrund

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In Niedersachsen werden derzeit ca. 65 % der anfallenden Klärschlämme landwirtschaftlich verwertet. Dieser Anteil wird bereits kurzfristig und nicht erst mit Inkrafttreten der AbfKlärV (Entwurf), die ab 2025 ein Verbot der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung vorsieht, deutlich zurückgehen:

  • Verschärfung der Grenzwerte in der DüMV
  • mögliches Polymerverbot zur Schlammentwässerung
  • Novellierung der Düngeverordnung (DüV) 2016
  • Diskussion über „neue“ Schadstoffe im Klärschlamm
  • Verdrängung des Klärschlamms durch andere Stoffströme

Viele Betreiber von Kläranlagen stehen daher schon heute unter einem hohen Handlungsdruck, zukunftsfähige Lösungen für die sichere Klärschlammentsorgung zu finden. Neue Klärschlammentsorgungskonzepte, die langfristig belastbar sind, müssen erstellt und notwendige Investitionen angeschoben werden. Kooperationen von Anlagenbetreibern wird dabei eine zentrale Rolle zukommen.

  

Über das Projekt

Mit dem „Norddeutschen Netzwerk Klärschlamm“ wird das Ziel verfolgt, die Kläranlagenbetreiber zusammenzuführen, einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen sowie als Schwerpunkt in verschiedenen regionalen Arbeitsgruppen Strategien, Konzepte, Perspektiven, gemeinsame Lösungswege und Kooperationen für die zukünftige Klärschlammentsorgung zu entwickeln und diese Ergebnisse für alle Beteiligen zugänglich zu machen. Um praktikable Lösungen zu entwickeln, ist dabei die Berücksichtigung der regionalen Spezifika wie z.B. Struktur der Landwirtschaft und Landnutzung, Bevölkerungsdichte, kommunale Struktur, Organisation und technische Ausstattung der Abwasserentsorgungsbetriebe erforderlich.

Das Projekt "Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm" wird vom Niedersächsischem Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz gefördert.

 

  

Fragestellungen, die im Rahmen des norddeutschen Netzwerkes Klärschlamm behandelt werden:

  • Wie werden sich in den einzelnen Regionen Niedersachsens die zu erwartenden Änderungen der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Klärschlammentsorgung auswirken?
  • Welche Entsorgungswege wird es – abhängig von der regionalen Struktur und der Größe der Kläranlagen – in Zukunft für Klärschlamm geben?
  • Welche geeigneten technischen Verfahren stehen zur Verfügung?
  • Welche Kapazitäten werden die unterschiedlichen Entsorgungswege haben?
  • Welche Änderungen sind dadurch bei der Vorbehandlung von Klärschlamm erforderlich?
  • Was ändert sich bezüglich erforderlicher Lagerkapazitäten?
  • Wie werden sich die zukünftigen Rahmenbedingungen auf die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Entsorgungskonzepte auswirken? ?
  • Wie können durch Nutzung regional vorhandener Infrastrukturen Behandlungs-, Lagerungs- und Transportaufwand minimiert werden?
  • Welche Kooperationsmöglichkeiten von Kläranlagenbetreibern bestehen bzw. können aufgebaut werden?

Wer sollte mitmachen?

Alle Betreiber von Abwasseranlagen unabhängig von der Betriebsgröße.

Interesse?

Weitere Informationen über die Projektdurchführung finden Sie hier

Weitere Informationen über Umfang und Aufwand finden Sie hier